Freitag, 10. August 2018

Schloffer-Tipps Gehörschutz

 

Um den optimalen Gehörschutz für Ihr Unternehmen zu finden, sollte man sich im Vorfeld gut beraten lassen und Tests direkt vor Ort durchführen. Nur so kann sichergestellt werden, dass Sie weder niederprotektiert oder überprotektiert sind.

Gehörschutz Möglichkeiten

 

Eine der häufigsten Berufskrankheiten in der Metall- und Baubranche ist die Lärmschwerhörigkeit. Das Gehör gehört zu den hochempfindlichen Sinnesorganen und eine Schädigung erfolgt oftmals unbemerkt und schleichend über einen längeren Zeitraum. Ein verlorenes Gehör ist irreversibel und Betroffene müssen oftmals unter diesen Folgen ein Leben lang leiden. 
Um dem vorzubeugen und Ihre Mitarbeiten zu schützen, zeigen wir Ihnen wie man den richtigen Gehörschutz auswählt und stehen Ihnen gerne zur Seite, wenn Sie eine Beratung benötigen.

Beim Gehörschutz gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Gehörschutzstöpsel
  2. Kapselgehörschutz

Im Vorfeld sollte einiges
beachtet werden

 

Im Vorfeld sollte der passende Gehörschutz vor Ort getestet werden. So kann festgestellt werden, welcher Gehörschutz der richtige für Sie ist und durch den Tragetest kann zusätzlich noch die Trageakzeptanz erhöht werden. Lärmexponierte sollten unbedingt die Möglichkeit bekommen zwischen mehreren Modellen wählen zu können. So ist eine Abschätzung des am Ohr wirksamen Schalldruckpegels möglich und es kann eine zu geringe Dämmwirkung oder auch zu hohe Dämmwirkung (Überprotektion) vermieden werden.

Achten Sie auch darauf, dass der Gehörschutz über ausreichende Anpassungsmöglichkeiten verfügt oder zumindest in verschiedenen Größen erhältlich ist. So können die unterschiedlichen Kopfformen der Mitarbeiter optimal abgedeckt werden und die Trageakzeptanz wird erneut erhöht. Was bei der Einführung des Gehörschutzes nicht vergessen werden sollte, ist eine Unterweisung alles betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Denn der Gehörschutz ist nur dann effektiv, wenn er auch richtig verwendet wird.

Wann sollte welcher Gehörschutz verwendet werden?

 

Bei schweren körperlichen Arbeiten und/oder bei hohen Umgebungstemperaturen sollten Kapselgehörschützer mit dünnen, Schweiß absorbierenden Zwischeneinlagen oder Gehörschutzstöpsel getragen werden.

Wer in einer staubigen Umgebung arbeitet, sollte zu Einweg-Stöpseln greifen oder Kapselgehörschützer mit Schweiß absorbierenden Zwischeneinlagen verwenden.

Wenn Arbeitsgeräusche bzw. Warnsignale eine wichtige Rolle spielen, sollten Gehörschützer mit einer flachen Schalldämmung benutzt werden.

Wenn die Kommunikation bei der Arbeit essenziell ist, benötigt man Gehörschützer mit einer flachen Schalldämmcharakteristik oder greift direkt zu einer Einrichtung zur Informationsübertragung.

Wenn am Kopf noch weitere Geräte oder persönliche Schutzausrüstung (PSA) getragen wird empfiehlt es sich zu Gehörschutzstöpseln zu greifen, diese eignen sich besonders für Brillenträger. Sollte es allerdings unumgänglich sein Kapselgehörschützer zu tragen sollten diese ein breites und weiches Dichtungskissen besitzen.
 

db (A) Auflistung

 
  • bis 20 db (A) menschliche Hörschwelle
  • 20–50 db (A) angenehm zu empfinden
  • 50–75 db (A) ungefährlich für das Gehör
  • 80 db (A) unterer Auslösewert für einen 8 stündigen Arbeitstag (Gehörschutz muss bereitgestellt werden)
  • 85 db (A) oberer Auslösewert für einen 8 stündigen Arbeitstag (Tragen eines Gehörschutzes ist Pflicht und der Arbeitsbereich muss als Lärmbereich gekennzeichnet werden)
  • ab 100 db (A) Extrem laute Umgebung! Selbst kurze Aufenthalte können zu einer Hörschädigung und Ohrklingeln führen
  • ab 160 db (A) Bei diesem Wert treffen sofortige physische Schädigungen auf
 

Erhalten Sie die
Schutzwirkung

 

Die Gehörschützer müssen die unterschiedlichsten Einflüsse und Behandlungsweisen während der gesamten Lebensdauer durchhalten, ohne dabei ihre Schutzwirkung zu verlieren. 

Die folgenden Einflüsse können die Schutzwirkung von Ihrem Gehörschutz verringern:

  • Unsachgemäße Behandlung: Aufbewahrung, Reinigung, Instandhaltung
  • Mechanische Einwirkungen: Verschmutzung, Verformung etc.
  • Falsche Auswahl
  • Chemikalien: Lösungsmittel, Öle etc.
  • Witterungseinflüsse: Feuchtigkeit, Kälte, Hitze etc.
  • Inkonsequente Benutzung: ständiges Abnehmen des Gehörschutzes
  • Thermische Einwirkungen: flüssige Metallspritzer, Berührung mit offener Flamme
  • Unsachgemäße Benutzung: Haare zwischen Gehörschutz und Ohr, falsches Einsetzen etc.