Montag, 23. November 2020

Sicher arbeiten im Winter

 

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür und mit im Gepäck ihre Begleiter Regen, Schnee, Wind und Dunkelheit. Bei Arbeiten im Freien birgt der Winter ein erhöhtes Unfallrisiko. Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Auswahl von PSA für den Winter beachten sollten.

Der Winter birgt zusätzliche Risiken

 

Eisige Temperaturen, Wind und Nässe sind für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Freien tätig sind, nicht nur besonders unangenehm, sondern auch eine Belastung für die Gesundheit. Im Winter kommt es daher vermehrt zu krankheitsbedingten Fehlzeiten, was oft auch auf eine zu leichte oder falsche Bekleidung zurückzuführen ist.

Abgesehen davon schränkt starke Kälte die Beweglichkeit und Geschicklichkeit ein und senkt noch dazu unser Reaktionsvermögen sowie unsere Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. In Kombination mit vereisten Wegen oder Gerüsten und schlechten Sichtverhältnissen sind die Beschäftigten dadurch im Winter einem vielfach erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt.

Damit Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Unfällen und Krankheit geschützt sind, muss für ein sicheres Arbeitsumfeld und eine angemessene persönliche Schutzausrüstung (PSA) gesorgt sein.

Fristads Warnschutz-Winterbekleidung

Schutzmaßnahmen nach dem "S-T-O-P-Prinzip"

 

Tätigkeiten, die in einer als unangenehm kühl oder kalt empfundenen Umgebung ausgeführt werden, werden als Kältearbeit bezeichnet. Für das menschliche Empfinden kann dies bereits bei Temperaturen von +10 °C bis +15 °C der Fall sein.

Anders als in Arbeitsräumen gibt es für Arbeiten im Freien grundsätzlich keine gesetzlichen Temperaturuntergrenzen. Mögliche Gefährdungen und Belastungen für die Beschäftigten müssen vom Arbeitgeber evaluiert und die zur Vermeidung oder Verringerung der Risiken notwendigen Maßnahmen nach dem sogenannten "S-T-O-P-Prinzip" getroffen und dokumentiert werden (S-T-O-P = Substitution-Technik-Organisation-Persönliche Maßnahmen).

Im Vordergrund steht also das Ziel, Belastungen für den/die Arbeitnehmer/in durch Kälte, Regen, Schnee oder sonstige Einflüsse so gering wie möglich zu halten. Erst wenn technische oder organisatorische Maßnahmen nicht ausreichen, muss der Arbeitgeber eine geeignete persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung stellen.

Ergänzend zu den arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen sind auch Normen sowie arbeitswissenschaftliche Untersuchungen als Richtlinie für die Evaluierung heranzuziehen. Neben der richtigen PSA können z. B. auch beheizte Aufenthaltsräume, zusätzliche Pausenzeiten als Aufwärmzeiten oder heiße Getränke notwendig sein.

Weiterführende Informationen finden Sie im M.A.S. Magazin des Österreichischen Verbandes zur Förderung der Arbeitssicherheit (VAS), 4/2016, und auf dem Portal der Arbeiterkammern Arbeiten bei Kälte.

 

Wir unterstützen Sie gerne!

 

Die PSA-Expertinnen und Experten von Schloffer unterstützen Sie unabhängig bei der Evaluierung und Auswahl Ihrer persönlichen Schutzausrüstung.

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Funktionelle Regen- und Kälteschutzbekleidung

 

Mit funktioneller Winterbekleidung, die vor Regen, Wind und Kälte schützt, können die Arbeitsbedingungen im Winter verbessert werden. Damit die PSA auch gerne getragen wird, sollte sie möglichst komfortabel sein. Es ist vor allem darauf zu achten, dass die Kleidung nicht einengt und ausreichend Wärmeschutz und Atmungsaktivität bietet.

Dank innovativer Materialmixes wird Wetterschutzkleidung immer leichter und funktioneller. Verschiedenste Membranen, die z. B. in Jacken oder Schuhen eingesetzt werden, bieten effektiven Schutz vor Nässe und punkten gleichzeitig mit einer hohen Atmungsaktivität. Reflektierende Details sind nicht nur modisch, sondern erhöhen auch die Sichtbarkeit des Trägers.

Natürlich darf bei der Auswahl der PSA auch nicht auf möglicherweise notwendige Schutzfunktionen in Bezug auf weitere Gefahren, wie Warnschutz, Flammen oder Stäube, vergessen werden.

Zwiebelschalen-Prinzip
Wir empfehlen das "Zwiebelschalen-Prinzip" für kalte Wintertage

Bei kalten Temperaturen und schweißtreibenden Arbeiten ist das sogenannte "Zwiebelschalen-" oder "3-Lagen-Prinzip" besonders sinnvoll. Die richtigen Kleidungsstücke miteinander kombiniert, schützen vor Wind und Wetter und sorgen gleichzeitig dafür, dass überschüssige Feuchtigkeit abtransportiert wird. Damit haben es Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Arbeitstages stets trocken und warm.

Hier erfahren Sie, worauf es bei der Kombination der einzelnen Kleidungsschichten ankommt.

 

Kälteschutz für Kopf, Hände und Füße

 

Kopf, Hände und Füße kühlen oft als erstes aus und benötigen daher einen besonderen Kälteschutz. Um das Gesicht zu schützen, sollten Ihre Mitarbeiter/innen eine Mütze oder Sturmhaube tragen.

Moderne Winterhandschuhe sorgen für warme und trockene Hände und bieten dennoch eine gute Fingerfertigkeit und Griffsicherheit. Bei Bedarf kann auch ein dünnes Paar unter einem dicken Paar Schutzhandschuhe getragen werden, welches dann bei Präzisionsarbeiten kurz ausgezogen wird. Tipp: Die Kälte stellt auch für unser größtes Organ, die Haut, eine große Belastung dar. Deswegen sollte man in der kalten Jahreszeit unbedingt fetthaltige Cremes verwenden, um dem Austrocknen und Rissig werden der Haut vorzubeugen.

Winter-Sicherheitsschuhe mit profilierten Sohlen, einem wasserabweisenden oder gar wasserdichten Schaft und atmungsaktivem Funktionsinnenfutter halten die Füße warm und trocken und verringern die Gefahr auszurutschen. Beachten Sie jedoch, dass ein trockenes und frisches Klima im Winterschuh nur mit entsprechenden Arbeitssocken erreicht werden kann, die die Feuchtigkeit von der Haut aufnehmen und schnell an das Material des Schuhs weitergeben.