Donnerstag, 09. September 2021

Arbeitssicherheit in Österreich:
Rekord-Ausgaben für Atemschutz

 

Eine vom Österreichischen Verband zur Förderung der Arbeitssicherheit in Auftrag gegebene Studie zeigt 2020 signifikante Mehrausgaben für Arbeitsschutzausrüstung im B2B-Segment; Der Online-Handel wird im Bereich der Arbeitssicherheit immer wichtiger; Oberösterreichische und steirische Handelsunternehmen mit größtem Marktanteil.

Thema Arbeitsschutz präsenter als je zuvor

 

FFP2-Masken, Face-Shields, Schutzbrillen und Co.: Das Thema Arbeitssicherheit ist durch die anhaltende Corona-Pandemie präsenter als je zuvor. Das bestätigen auch die Zahlen der vierten Auflage der Untersuchung des österreichischen Marktes für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) durch den Österreichischen Verband zur Förderung der Arbeitssicherheit (VAS): So erzielte der Bereich Atemschutz im Jahr 2020 gegenüber der Vergleichsstudie 2018 ein deutliches Plus von 480 % an Umsatzvolumen im B2B-Bereich. In konkreten Zahlen: 2020 wurden im PSA-Fachhandel 74,9 Mio. € mehr für Atemschutz ausgegeben als im Vergleichszeitraum 2018.

Rekordjahr 2020: Sicherheit der eigenen Mitarbeiter an erster Stelle

 

Die Studie zeigt: Die Sicherheit der eigenen Mitarbeiter hat für heimische Unternehmen oberste Priorität. Die gesamte PSA-Branche, darunter die Sektoren Schutzbekleidung (+42 %), Handschutz (+53 %), Hautschutz inkl. Hygiene (+98 %) sowie Schuhe, Fuß- und Beinschutz (+33 %), erwirtschaftete 2020 ein Rekordergebnis.

„Der Bereich ‚Persönliche Schutzausrüstung‘ hat sich im Krisenjahr als wesentliche Säule der Sicherheit erwiesen und konnte ein Rekordergebnis von 376,2 Mio. Euro Umsatz erwirtschaften“, erklärt Studienleiter Dr. Oskar Villani.

Heimische PSA-Handelsunternehmen für steigende Nachfrage gerüstet

 

Das stetig wachsende Sicherheitsbewusstsein am Arbeitsplatz bestätigt auch Gerhard Schloffer, Geschäftsführer bei Schloffer Arbeitsschutz, ein österreichweit führender PSA-Anbieter: „Die Studienergebnisse spiegeln den speziellen Bedarf an Schutzausrüstung in Zeiten der Pandemie wider. Wir haben auf die steigende Nachfrage im PSA-Bereich reagiert und unsere bestehenden Logistikflächen erweitert. Im zweigeschoßigen Detaillager entstehen neue Flächen für Schuhe, Bekleidung, Schutzbrillen etc.“, erklärt Schloffer.

Digitalisierung des PSA-Marktes: Onlineshops wichtig, persönliche Beratung essenziell

 

Auch der Trend hin zu Onlineshops wird für gewerbliche und industrielle Verwender von Persönlicher Schutzausrüstung immer wichtiger: 52 % des Umsatzes wurden über digitale Plattformen erwirtschaftet. Dennoch bleibt die persönliche Beratung ein elementarer Bestandteil, 31 % der Umsätze sind laut Studie darauf zurückzuführen. „Unsere Branche ist enorm beratungsintensiv, die persönliche Betreuung durch geschulte Experten daher essenziell. Unser Onlineshop wird immer wichtiger, kann die persönliche Beratung durch unsere Mitarbeiter aber niemals vollständig ersetzen“, betont Schloffer.

PSA-Marktanteil in Österreich:
Oberösterreich und Steiermark an der Spitze

 

Der B2B-Markt für Persönliche Schutzausrüstung ist in Österreich stark regionalisiert, mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens werden dabei von zwei Bundesländern abgedeckt: Oberösterreich mit über 30 % Marktanteil sowie die Steiermark (21 % Marktanteil) sind, wie auch schon bei der Studie 2018, unangefochtene Spitzenreiter im Markt für PSA-Produkte.

Über Schloffer Arbeitsschutz GmbH

 

Die Schloffer Arbeitsschutz GmbH ist österreichweit ein führender Anbieter im Bereich Arbeitsschutzausrüstung – mit einer klaren Mission: weniger Arbeitsunfälle durch entsprechende Schutzausrüstung. Das Unternehmen ist Mitglied im Österreichischen Verband zur Förderung der Arbeitssicherheit und damit aktiver Gestalter einer sicheren Arbeitswelt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 40 Mitarbeiter, davon 31 am Standort Hart bei Graz.

Zur Studie „Persönliche Schutzausrüstung“

 

Die vierte Auflage der Untersuchung des österreichischen Marktes für Persönliche Schutzausrüstung (PSA) durch den Österreichischen Verband zur Förderung der Arbeitssicherheit (VAS) wurde 2021 in mehreren Wellen zwischen März und Mai (Verbraucher) und Mai bis September (Hersteller und Händler) schriftlich, persönlich und online durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Studie beruhen auf einer Erhebung unter Herstellern, Händlern (österreichweit 33) und gewerblichen sowie industriellen Verbrauchern von Persönlicher Schutzausrüstung (österreichweit 174).