Donnerstag, 09. April 2020

So geht's: Feinstaubmasken richtig aufsetzen

 

Atemschutzmasken schützen nur dann zuverlässig, wenn sie auch richtig verwendet werden.

Atemschutzmasken schützen nur bei korrekter Verwendung

 

In den verschiedensten Branchen müssen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer standardmäßig eine Atemschutzmaske tragen. Für einen optimalen Schutz müssen bei der Auswahl des richtigen Atemschutzproduktes mehrere Punkte beachtet werden. Im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung wird entschieden, welcher Atemschutz für die konkrete Tätigkeit notwendig ist.

Wie bei allen persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) ist auch bei Einweg-Atemschutzmasken die Schutzwirkung nur dann gegeben, wenn sie richtig angewendet werden. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigen wir Ihnen, worauf Sie beim Anziehen einer Einweg-Feinstaubmaske (FFP) achten müssen.

Atemschutzmasken in Zeiten des Coronavirus: Atemschutzmasken und andere Schutzprodukte für den medizinischen Bereich sind derzeit weltweit ein stark nachgefragtes und knappes Gut. Diese Produkte werden daher von den Herstellern unserem Gesundheitssystem und systemrelevanten Branchen (z. B. Lebensmittel- oder Entsorgungsbereich) vorbehalten.
 

Für bestimmte industrielle Anwendungen können alternative Produkte geeignet sein. Unsere Experten unterstützen Sie gerne bei der Bewertung alternativer Lösungen.
Informationen zu den notwendigen COVID-19-Schutzmaßnahmen auf der Baustelle finden Sie auch auf unserem Schloffer-Blog.
 

Nicht zu verwechseln sind zertifizierte Schutzmasken mit dem sogenannten Mund-Nasen-Schutz (MNS), der die Verbreitung von Viren durch infizierte Personen verringern soll.

Die Partikelmaske richtig anziehen

 
  1. Prüfen Sie, ob Ihr Gesicht glatt rasiert ist. Bärte und Bartstoppel unter der Maske verhindern einen guten Dichtsitz.
  2. Lange Haare sollten nach hinten gebunden werden und es sollte kein Schmuck getragen werden.
  3. Waschen Sie Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.
  4. Beachten Sie die beiliegende Gebrauchsanleitung und prüfen Sie das Endverbrauchsdatum auf der Verpackung.
  5. Vergewissern Sie sich, dass die Atemschutzmaske in einwandfreiem Zustand ist.
  6. Mund und Nase müssen vollständig bedeckt sein. Zwischen Gesicht und Maske dürfen keinen Lücken sein.
  7. Stellen Sie sicher, dass weitere PSA (z. B. Schutzbrille) die Wirkung der Feinstaubmaske nicht beeinträchtigt. Die Kopfbänder sollten z. B. immer unterhalb von Brillenbügeln oder Kopfhauben verlaufen.

Täglicher Dichtsitztest der Feinstaubmaske

 

Prüfen Sie nach dem Anlegen der Atemschutzmaske den Dichtsitz. Ohne Abdichtung würde die Luft um den Atemschutz statt durch den Filter strömen. Es wäre also auch kein Schutz gegeben.

  1. Bedecken Sie die Maske vorsichtig mit beiden Händen, ohne den Sitz zu verändern.
  2. Bei Masken ohne Ventil kräftig ausatmen; bei Masken mit Ventil kräftig einatmen
  3. Wenn die Maske im Nasenbereich undicht ist, muss der Nasenbügel neu angepasst werden. Bei einer Undichtheit am Maskenrand sollten die Bänder erneut überprüft werden.
  4. Wiederholen Sie die Dichtigkeitsprüfung. Wenn kein Dichtsitz erzielt werden kann, darf der Gefahrenbereich nicht betreten werden.

Die Partikelmaske richtig ausziehen

 
  1. Begeben Sie sich in einen gefahrfreien Bereich.
  2. Nehmen Sie die Maske schräg nach unten und nach vorne gebeugt vom Gesicht ab.
  3. Entsorgen Sie die Einweg-Atemschutzmaske in einem geschlossenen Behälter.
  4. Waschen Sie sich die Hände mit Wasser und Seife oder reinigen Sie sie mit einem geeigneten Desinfektionsmittel.

Unsere Angaben dienen rein informativen Zwecken. Die Schloffer Arbeitsschutz GmbH übernimmt keinerlei Haftung bei einer fehlerhaften Anwendung. Die dem Produkt beiliegende Herstellerinformation ist immer maßgebend.

Anleitung für 3M™ Atemschutzmasken 8825+ und 8835+

 

Anleitung für 3M™ Feinstaubmaske 8322

 

Atemschutzmaske versus Mund-Nasen-Schutz (MNS)

 

Oft werden auch OP-Masken (Mund-Nasen-Schutz) als "Schutzmasken" bezeichnet. Hier gibt es aber einen maßgeblichen Unterschied:

  • Der Mund-Nasen-Schutz soll die Umgebung vor den Keimen des Trägers schützen, welche er beim Atmen oder Niesen verteilen könnte.

    Im Fall "COVID-19" soll er die großflächige Verteilung von Viren durch infizierte (aber symptomlose) Personen verringern. Er ist jedoch kein Ersatz für das Abstandhalten und andere Hygienemaßnahmen.
  • Atemschutzmasken hingegen werden zum Schutz des Trägers vor Schadstoffen in der Atemluft eingesetzt.

    Es gibt verschiedene Arten von Schutzmasken. Partikelfiltrierende Halbmasken können grundsätzlich zum Schutz vor Viren und Mikroorganismen eingesetzt werden. Sie werden in drei Schutzklassen eingeteilt: FFP1, FFP2 und FFP3. Die Mindestanforderungen sind in der Norm EN 149 festgelegt.
Mund-Nasen-Schutz Ein Mund-Nasen-Schutz (MNS) soll die Umgebung vor Keimen des Trägers schützen.

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